Geena B. und die CO2-Emissionen
(Kunst, Gastronomie und Umweltschutz auf einem Teller)
Parolen wie etwa Umweltschutz, ökologisches Umdenken, Macht der Verbraucher, Bio usw. geistern immer häufiger und lauter durch unsere Medien. Dass diese immer mehr und öfters in die Praxis umgesetzt werden, ist ohne Zweifel als positives Zeichen zu bewerten, welches vor allem auf ein umweltorientiertes Denken des einzelnen Endverbrauchers zurückzuführen ist. Dies zudem zu unterstützen und zu bekräftigen hat sich nun die Künstlerin Geena B. zum Ziele gesetzt.
Dazu sei zu sagen, dass sich Kunst und Gastronomie hervorragend zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen lassen und bereits in einigen geschichtlichen Epochen gar als unzertrennlich galten.
Doch unsere Ernährung trägt mittlerweile einen erheblichen Teil an der vom Menschen erzeugten CO2-Emission bei. Dies ist zum einen auf Transport, Lagerung und Herstellung und zum anderen auf natürliche produkt-typische Eigenschaften zurückzuführen. Denn, dass ein SUV mehr CO2 in die Luft bläst als ein Kleinwagen, wissen mittlerweile alle. Aber, dass bei der Erzeugung von Rindfleisch 10-mal so viel Treibhausgase anfallen wie bei der von Geflügel, ist vielen neu. Ähnlich eklatante Merkmale lassen sich auch beim Vergleich zwischen Gemüse- und Obstprodukten feststellen. Einen Überblick dazu soll in nicht allzu ferner Zukunft der CO2-Fussabdruck von Lebensmitteln auf deren Verpackung geben. Eine Vorreiterrolle spielt dabei Schweden, dessen Regierung eine Studie erstellen lassen hat, aus der hervorgeht, dass wenn sich alle Bürger klimafreundlich ernähren würden, Schweden die gesamte Treibhausgas-Emission um die Hälfte reduzieren könnte.
Natürlich müssten für unsere Realität die maßgebenden Kriterien neu belegt werden, zumal sich Südtirol in einer absolut differenten landwirtschaftlichen Lage befindet. Dabei gilt jedoch auch für das gelobte Land, dass sämtliche natürlich belassenen, ökologischen und biologischen Nahrungsmittel nur zur hälfte ihrer Sinnhaltigkeit entsprechen, wenn diese in Cellophan verpackt werden und der Käufer sich mit einem „Hummer“ zum nächsten Bioladen begibt. Auch sollten sinnlose weite Transporte vermieden werden, denn in den meisten Fällen handelt es sich tatsächlich nur um sinnlose Reisen, wie dies etwa Äpfel aus Chile in unseren Kaufhausregalen immer wieder bestätigen.
So würde etwa der Kauf einheimischer Waren einen Beitrag am Klimaschutz leisten. Dass die dabei heimgebrachten Lebensmittel zudem die lokale Wirtschaft ankurbeln und sich daraus sowohl viele direkte als auch indirekte Vorteile ergeben würden, spricht von selbst. Und nachhaltig wirkt sich dies auf jedem Falle auch positiv auf unsere Gesundheit aus.
Ein kleiner Tipp nebenbei: Sollten sich Engpässe oder einfach nur Einfallslosigkeit in Anbetracht der Essenszubereitung ergeben, so genügt in den meisten Fällen ein kurzer Blick in Großmutters Kochbuch.
Geena B. möchte nun zu diesem Zwecke und unter diesem Motto ihre Musik mit Gastronomie vereinen. Dazu organisiert sie gemeinsam mit einigen Gastbetrieben jeweils einen Abend in deren Gaststätte, an dem kulinarisches mit Rücksicht auf CO2-Emissionen aufgetischt werden soll. Dabei werden hauptsächlich Emissionen durch Transport und Lagerung berücksichtigt. Zudem soll dann auch noch die CO2-Fussabdruck-Tabelle, soweit dies Möglich ist, zu rate gezogen werden.
Neben den kulinarischen Feinheiten wird der Gast auch musikalisch unterhalten. Geena B. wird gemeinsam mit ihrer Band (Geena B. & her Valentines) durch den Abend führen und dabei ihr neues Album „songs from next door“ vorstellen. Es handelt sich dabei um großteils akustisch eingespielte Eigenkompositionen die sich stilistisch irgendwo zwischen Alternative, Folk, Blues und Jazz befinden. Ein Gesamtwerk, das sich bereits einer nicht unbedeutenden Anhängerschaft im Ausland erfreuen darf und nun auch zu Hause auf die Bühne kommen soll. Zudem werden auch Songs aus dem Unplugged-Album „sinners, saints & valentines“, welches im Spätsommer 2011 erscheinen soll, vorgestellt.
Zu diesen Abend werden auch Vernissagen, Modeschauen und so manches mehr zum Thema im Vorfeld stattfinden. Auf diese Weise würden nun der kulinarische, der künstlerische/musikalische und auch der ökologische Aspekt voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Dies natürlich unter der Voraussetzung, dass die zahlreichen Teilnehmer weitere Anreisen hinter sich haben als die Zutaten selbst.
Der CO2-Fussabdruck (ohne zusätzliche Transport- und Lagerungswerten)
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Produktgruppe |
Produkt |
CO2-Emissionen (in g pro kg Lebensmittel) |
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Fleisch- und Wurstwaren |
Rindfleisch |
13'300 |
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Rohwurst |
8'000 |
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Schweinsschinken |
4'800 |
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Geflügel |
3'500 |
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Schweinefleisch |
3'250 |
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Milch- und tierische Produkte |
Butter |
23'800 |
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Hartkäse |
8'500 |
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Sahne, Rahm |
7'600 |
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Eier |
1'950 |
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Quark |
1'950 |
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Frischkäse |
1'950 |
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Margarine |
1'350 |
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Joghurt |
1'250 |
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Milch |
950 |
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Obst und Gemüse |
Äpfel |
550 |
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Erdbeeren |
300 |
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Tomaten frisch |
140 - 200 |
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frisches Gemüse |
130 - 150 |
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Gemüse tiefgek. |
400 |
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Gemüse Konserven |
500 |
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Backwaren und div. |
Mischbrot |
750 |
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Weissbrot |
650 |
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Teigwaren |
700 - 900 |
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Pommes, tiefgek. |
5'700 |
CO2-Vergleich beim Lebensmitteltransport mit dem Flugzeug, dem LKW, der Bahn, dem Schiff
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Vergleich der Verkehrsmittel |
CO2-Ausstoss in g |
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Flugzeug |
1000 |
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LKW |
200 |
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Bahn |
80 |
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Schiff |
35 |
Vergleich des Lebensmitteltransports mit dem Flugzeug und LKW (Beispiel: Trauben und Äpfel aus Deutschland)
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Vergleich verschiedener |
CO2-Ausstoss in g |
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Apfel vom Bodensee |
760 |
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Apfel aus Neuseeland |
5130 |
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Weintrauben aus Chile |
7400 |
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Weintrauben aus Deutschland |
10 |






